Die
Geschichte der Walkenmühle
Die Mühle "Tom Biberge" wird bereits im Jahr 1335 erwähnt.
Sie war seit 1498 im Besitz des Lemgoer Tuchmacheramtes. Für den Betrieb
ist die Bega durch ein Wehr angestaut worden, dass mit einem Fußsteg
(Bullersteg) für den Kirchweg zur Johanniskirche in Lemgo ausgestattet
war. Das Wasser der Bega trieb ein unterschlägiges Wasserrad mit dessen
Kraft die Lemgoer Tuchmacher ihre Gewebe veredelten.

Im Jahr 1908 ist die Walkenmühle an den Schmied Bauerrichter verkauft
worden.
Seit dem Jahr 2000 ist Sven Brodbeck Besitzer der historischen Mühle.
In den ehemaligen Wirtschafträumen hat er ein Ausflugslokal eingerichtet.

Die Hausnummer 110
Das Lemgoer Stadtgebiet war ehemals in sechs Quartiere, beziehungsweise
Bauernschaften eingeteilt, zu denen auch die entsprechenden Hudebezirke
in der Feldmark gehörten.
Die Altstadt bestand aus vier Bauernschaften: Nikolai (NB), Rampendahl
(RB), Slaver (SB), und Tröger (TB). In der Neustadt gab es die Heiligengeist
(HB) und die Marien (MB).

Als man kurz nach dem Jahr 1700 Hausnummern einführte, wurden die Häuser
jeder Bauernschaft mit Nr.1 beginnend durchgezählt und bis 1912 wurden
die Schilder der Hausnummern ebenso wie die Straßenschilder mit
den jeweils zugehörigen Anfangsbuchstaben der Bauernschaft versehen.
Die Walkenmühle gehörte zur Heiligen Geist Bauernschaft HB
Nr.110 in der sogenannten Feldmark liegend, weit weg von der Lemgoer
Neustadt.
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